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echo_von_nichts

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shut up and listen! 2025

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Samstag, 18. Oktober 2025 @ echoraum, 20:00

Ensemble echo_von_nichts: CRI DE COEUR
Partizipatives Konzertformat

mit Ingala Fortagne (Sopran) | Pina Rücker (Quarzglasschalen) | Gobi Drab (Blockflöten)

CRI DE COEUR

Cri de coeur ist ein neues interaktives Konzertformat, das 2025 die traditionellen Konzertrituale aufbricht. Der Titel – ein Herzensschrei, eine leidenschaftliche Bitte aus dem Innersten – wird zum Programm.

Das Konzept: Beim Ticketkauf können Besucher:innen anonym ihren persönlichen „Herzensschrei“ aufschreiben – sei es Trauer, Freude, politische Sorge oder Dankbarkeit. Diese Statements werden im Konzert vorgelesen und musikalisch beantwortet. Publikum und Musiker:innen teilen sich den Raum, die klassische Trennung von Bühne und Zuschauerraum ist aufgehoben. Bewegung während der Performance ist erwünscht. So entsteht ein Dialog auf Augenhöhe – ein gemeinsamer Raum der Verbundenheit durch Emotion und Musik, der gerade in herausfordernden Zeiten neue Perspektiven eröffnet.

Programm: Aktuelle Kompositionen und klassische Moderne, verbunden durch Echtzeitimprovisationen. Mit Werken von Tamara Friebel, Hannes Lingens, Pina Rücker, Sofia Gubaidulina und Giacinto Scelsi. Highlight ist die Uraufführung von Tamara Friebels neuem Werk für Sopran und Quarzschalen, das den Körper als Vibration erforscht – jenseits des Hörbaren, im Bereich des rein Fühlbaren.

[echo_von_nichts; Foto: Joachim Gern]

echo_von_nichts (Ensemble für stille Musik)

Every something is an echo of nothing (j.c.)

Aus der Stille entsteht Klang, aus dem Nichts das Echo – diesem Gedanken folgt das Ensemble in all seinen Produktionen. Die sorgfältig kuratierten Programme verbinden aktuelle Kompositionen mit Auftragswerken und historischen Bezügen. Improvisationen zwischen den Stücken schaffen Brücken zur unmittelbaren Gegenwart der Hörenden.

echo_von_nichts steht für musikalische Gleichberechtigung: Neue Musik trifft auf Tradition, Livekomposition auf durchdachte Arrangements. Das Ensemble öffnet sich kontinuierlich für Kollaborationen mit wechselnden Musiker:innen und schafft so bei jedem Konzert neue klangliche Konstellationen.

www://echo_von_nichts/

[Ingala Fortagne; Foto: Artist]

echo_von_nichts: Die in Leipzig geborene Sopranistin Ingala Fortagne sucht seit Beginn ihres klassischen Gesangsstudiums an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig und an der Hochschule für Musik und Theater „Franz Liszt“ in Weimar die Ausdrucksmöglichkeiten der klassischen Sängerin zu erweitern. Egal welche Stilrichtung, welches Repertoire sie interpretiert, geht es ihr um den Ausdruck, um die Aussage. Ihre Projekte, die auch das herkömmliche Repertoire der Oper-, Oratorien- und Kammermusik mit einbeziehen, sind oft schwer einzuordnen. Sie arbeitet spartenübergreifend, um dem Musiktheater als Gesamtkunstwerk näher zu kommen. Die Kritik zu ihrer CD Obhut („… eine faszinierende Klangwelt, die zwischen avantgardistischer Experimentierfreude und meditativer Ruhe changiert.“ ORF/Ö1 2023 bescheinigt ihr einen „luziden vibratoarmer Sopran“, der es ihr ermöglicht, in vielfältigen Kontexten der aktuellen Musik zu singen.Uraufführungen u.a. von Bešlić-Gál, Friebel, Lampson,Thiele, Florey führten sie z.B. zum ECLAT Festival, Musik der Jahrhunderte in Stuttgart, in die Tonhalle MAAG in Zürich sowie zum Festival Slovo Gorcina in Bosnien.

www.ingala-fortagne.com

[Pina Rücker; Foto: Artist]

echo_von_nichts: Pina Rücker musiziert mit Czochralskitiegeln aus Quarzglas. Diese werden in der Industrie zur Züchtung von Silizium–Schichten für Chips und Wafer verwendet. Pina hat im faszinierenden Kontext von industrieller Hochtechnologie und analogem Sinuston ein Musikinstrument entdeckt und diesem zu Akzeptanz und Einsatz in der Musikwelt verholfen. Sie entwickelt Spieltechniken – percussiv mit außergewöhnlichem sustain -, sucht musikalische Anbindungen in die experimentelle bzw. aktuelle Musik-Szene, arbeitet an Installationen. Ihre Performances sind in Kirchen, Konzerträumen, Galerien, Clubs, auf Festivals für Klassik (mdr-musiksommer, moviementos) oder experimentelle Musik (sinwald, sinusTon, ZixP, StelzenFestspiele bei Reuth), Techno (KONG, Garbicz) oder auch dem ChaosComputerClub – Congress zu hören. Sie ist Gründungsmitglied des „Ensemble Modele Reduit“, hat an sieben CD mitgewirkt, für ihr neues Instrument entstanden bis 2025 sechs Kompositionen.

https://www.pinabettinaruecker.de

[Gobi Drab; Foto: Roland von der Aist]

Als Gast: Gobi Drab ist Blockflötistin, Performerin und Komponistin. In ihrem Repertoire verbindet sie freie Improvisation mit der Rhetorik der Alten Musik und den komplexen Strukturen der zeitgenössischen Musik. Sie hat eine besondere Vorliebe für quadratische Paetzold-Blockflöten und ein großes Interesse an zeitgenössischem Tanz. Gobi ist Mitbegründerin des Vereins "snim – spontanes netzwerk für improvisierte musik" (snim.klingt.org) und künstlerische Leiterin der Konzertreihe Neue Musik in St. Ruprecht (nmr.klingt.org). Konzerte bei Wien Modern, Huddersfield Contemporary Music Festival, Sonorities Festival Belfast, Ultima Festival Oslo, Music Unlimited Wels, Wiener Festwochen, Musikbiennale Zagreb und andere.

https://gobidrab.at